Max Slevogt – bis 24. Februar 2019

Die Ausstellung „Max Slevogt. Eine Retrospektive zum 150. Geburtstag“ findet vom 28. September 2018 bis zum 24. Februar 2019 im Landesmuseum statt.

Das Landesmuseum Hannover besitzt die weltweit bedeutendste Sammlung deutscher Malerei und Grafik des Impressionismus. Diese gründet sich vor allem auf das »Dreigestirn des deutschen Impressionismus«: Max Slevogt, Max Liebermann und Lovis
Corinth. Das WeltenMuseum widmet Max Slevogt, dem jüngsten von ihnen und einem Universaltalent in Grafik und Malerei, zu seinem 150. Geburtstag erstmals eine große Ausstellung.

Style Hannover Max Slevogt Landesmuseum Collage - Max Slevogt - bis 24. Februar 2019
links: Max Slevogt, Selbstbildnis (1930/31), rechts: Max Slevogt, Papageienmann (1901) © Landesmuseum Hannover

Am 8. Oktober 2018 vor 150 Jahren wurde Max Slevogt in Landshut geboren. Das Landesmuseum Hannover nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die eigenen Bestände, ergänzt um herausragende Leihgaben, in den Mittelpunkt einer Retrospektive zu stellen. Ermöglicht hat dies der Hannoveraner Sammler Konrad Wrede (1865–1947), der den Künstler seit 1904 persönlich kannte. Durch Wrede besitzt Hannover die älteste
geschlossen erhaltene Privatsammlung zum Werk Slevogts.

Style Hannover Max Slevogt Landesmuseum Blumenstillleben im Freien 1901 B - Max Slevogt - bis 24. Februar 2019
Max Slevogt, Blumenstillleben im Freien (1901) © Landesmuseum Hannover

In München studierte der junge Slevogt an der Akademie, bevor er sich dort als freier Künstler niederließ. Seine derb-realistischen Malerei wurde jedoch als »Rinnsteinkunst« verunglimpft und Slevogt konnte in München keinen Erfolg erlangen. Auf Drängen der Berliner Sezession, insbesondere von Max Liebermann, verließ Slevogt München und zog in die preußische Hauptstadt. Auf dem Weg nach Berlin verbrachte Slevogt einige Wochen in Frankfurt. Damals entstand seine berühmte Reihe »Frankfurter Zoobilder«, welche die Aufhellung der Farbpalette sowie die Hinwendung zur Darstellung von Freizeitvergnügungen markiert. Sie bildet den Durchbruch von Slevogts Freilichtmalerei, die später auch im Zyklus der »Ägyptenbilder« und in unzähligen Landschaften aus der Pfalz in Erscheinung tritt.

Style Hannover Max Slevogt Landesmuseum Schreitende Löwin im Käfig 1901 - Max Slevogt - bis 24. Februar 2019
Max Slevogt, Schreitende Löwin im Käfig (1901) © Landesmuseum Hannover

Grundsätzlich ist die Definition Slevogts als eines Pfälzer Malers des Impressionismus zwar nicht falsch, aber doch zu einseitig. Dagegen steht der Umstand, dass der Künstler zeitlebens nicht nur nach der Natur, sondern ebenso aus der Phantasie heraus produziert hat – in den Münchner Jahren als Realist und Historist, in den Berliner Jahren als Impressionist und Expressionist. »Diese Ambivalenz, akademisch und antiakademisch zugleich zu sein, verhindert jede einseitige Einordnung und Klassifizierung des Künstlers – insbesondere auch als ein bloßer Liebermann-Adept, als der er noch immer rangiert«, so Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.

Style Hannover Max Slevogt Landesmuseum Nilbarke bei den Granitfelsen 1914 - Max Slevogt - bis 24. Februar 2019
Max Slevogt, Nilbarke bei den Granitfelsen (1914) © Landesmuseum Hannover

Die Schau möchte daher nicht nur eine chronologische Überblicksausstellung sein, sondern auch eine neue Bewertung seines Schaffens anbieten. Daher präsentiert die Ausstellung Gemälde und Druckgrafik gleichberechtigt nebeneinander. Die Besucher erwartet eine vielschichtige Schau: Neben dem farbenfrohen und titelgebenden Zoobild »Der Papageienmann« finden sich Werke wie die exotische Geschlechterkampfallegorie »Frauenraub«, die Großstadtkarikatur »Der Selbstmordautomat« und Buchillustrationen zu »Don Quijote« und »Ali Baba«.

»Wir wollen Max Slevogt in unserer Schau neu entdecken und zeigen, dass er mehr war als nur ein Schönwetterimpressionist. Wenn man sich mit seinem Werk beschäftigt, merkt man, wie viel Freude er an Kunst hatte und jede Minute und jedes Medium nutzte, um seine Ideen zu zeichnen«, so Dr. Thomas Andratschke, Kurator der Ausstellung.

Style Hannover Max Slevogt Landesmuseum Ansicht von Frankfurt 1911 - Max Slevogt - bis 24. Februar 2019
Max Slevogt, Ansicht von Frankfurt (1911) © Landesmuseum Hannover

»Die Slevogt-Ausstellung zeigt neben anderen eine große Zahl von wunderbaren Bildern aus dem Besitz des hannoverschen Landesmuseums und unterstreicht ein weiteres Mal die Bedeutung unserer Sammlung für das „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“«, so Jost Merscher, Vorsitzender der Kunstfreunde Hannover.


Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Willy-Brandt-Allee 5
30169 Hannover

Tel.: 0511/9807686

info@landesmuseum-hannover.de
www.landesmuseum-hannover.de


ÖFFNUNGSZEITEN:

  • Dienstag-Freitag: 10 bis 17 Uhr
  • Samstag & Sonntag: 10 bis 18 Uhr
  • Freitags von 14 bis 17 Uhr ist der Eintritt frei
  • Eintritt: 10 € | ermäßigt 8 € | Familien 20 €

 

Patricia Kuwaczka
Patricia Kuwaczka

Als gebürtige Hannoveranerin liebe ich es, meine Stadt immer wieder aufs Neue zu entdecken und aus verschiedenen Perspektiven kennen zu lernen. Ich studiere Marketing & Kommunikation – ein Blog wie „STYLE Hannover“ ist für mich die perfekte Plattform, um meine Erfahrungen mit anderen zu teilen, neue Leute zu treffen und täglich etwas Bemerkenswertes über Hannover zu erfahren.

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