Galerie Metavier: Vom Anfang – und Ende

Der Tod ist unser ständiger Begleiter, aber viele Menschen scheuen sich, darüber zu sprechen. In der Gesellschaft gilt Sterben als Tabuthema. Die Galerie Metavier im Herzen von Linden möchte mit Ausstellungen in den Räumlichkeiten von Friedrich Cordes Bestattungen eine Bücke zwischen Diesseits und Jenseits schlagen.

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Auf dem Hinterhof der Stephanusstraße 2 (Zugang über Heesestraße) befindet sich die Galerie Metavier.

Zeitgenössische Kunst mit Platz für den Tod in der Mitte

Die Galerie Metavier eröffnet der Kunst einen Raum, in welchem die unterschiedlichen Ebenen, die verschiedenen Dimensionen des Todes einen Ausdruck erfahren können und so zu einem Dialog einladen. Kunst kann dem Tod etwas Lebendiges verleihen, die Wahrnehmung transzendieren und die Vorstellung erweitern. Mit der Galerie sollen die Vorstellungskraft und auch das Thema in der Gesellschaft vorangebracht werden.
Trauergespräche mit den Angehörigen und Gespräche zur Bestattungsvorsorge finden also direkt in der Ausstellung statt.

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Bürohund Jack ist auch immer mit dabei und leistet den Besuchern Gesellschaft.

Beisetzungen bereits seit der dritten Generation

1934 wurde das Bestattungsunternehmen „Friedrich Cordes Bestattungen“ von Friedrich Cordes Senior in Empelde gegründet – und erst von seinem Sohn Friedrich Cordes und nun von seinem Enkelsohn Sven Friedrich Cordes weitergeführt. Das traditionsreiche Unternehmen begleitet seitdem Menschen in der besonderen Lebenssituation eines Todesfalls. Die Räumlichkeiten am Lindener Markt teilt sich die Galerie mit dem Bestattungsunternehmen Friedrich Cordes Bestattungen und bietet einen zusätzlichen Ort zur Trauerbewältigung.

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Sven Friedrich Cordes ist Gründer der Galerie Metavier.

Verschiedene Begegnungsmöglichkeiten rund um das Thema Tod

Mit einem abwechslungsreichen Programm will die Galerie Metavier unterschiedliche künstlerische Sichtweisen auf den Tod, Auseinandersetzungen mit der Vergänglichkeit und Vorstellungen vom Jenseitigen präsentieren. Neben den regelmäßigen Ausstellungen zeitgenössischer Kunstpositionen zu dem Themenbereich des Todes werden verschiedene, fest wiederkehrende Veranstaltungsformate angeboten: Jede Ausstellung wird von einem „Leichenschmaus“ begleitet, bei welchem eine künstlerisch gestaltete Tafel dazu einlädt, einen offenen Umgang mit Trauerkultur zu (er)leben. Der Leichenschmaus soll den formalen Rahmen für einen zwanglosen Austausch bieten und auch Begegnungen mit innovativen oder unkonventionellen Formen der Trauerkultur ermöglichen. Geplant sind vier Ausstellungen pro Jahr.

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Ein von Mansha Friedrich bei einer Veranstaltung zum „día de los muertos“ (dem mexikanischen Tag der Toten) gestalteter Sarg

Die Galerie Metavier ermöglicht es den Besuchern einen anderen Blickwinkel auf die Thematik des Todes zu bekommen und bietet so eine Gelegenheit leichter mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ein spannender Ort, der zum Nachdenken anregt. 


Galerie Metavier
Stephanusstraße 2 | Zugang über Heesestr. | Hinterhof
30449 Hannover

Tel.: 0511/70 05 20 29

galerie@metavier.de
www.metavier.de


ÖFFNUNGSZEITEN

  • Donnerstag: 18 bis 20 Uhr
  • Samstag: 11.30 bis 13.30 Uhr

 

Patricia Kuwaczka
Patricia Kuwaczka

Als gebürtige Hannoveranerin liebe ich es, meine Stadt immer wieder aufs Neue zu entdecken und aus verschiedenen Perspektiven kennen zu lernen. Ich studiere Marketing & Kommunikation – ein Blog wie „STYLE Hannover“ ist für mich die perfekte Plattform, um meine Erfahrungen mit anderen zu teilen, neue Leute zu treffen und täglich etwas Bemerkenswertes über Hannover zu erfahren.