Schluss jetzt! Das Alter im Spiegel der Karikatur – bis 02. April 2018 ***vorbei***

Bis zum 2. April 2018 zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst die Ausstellung „Schluss jetzt! Das Alter im Spiegel der Karikatur.“ Arbeiten von Francisco de Goya über Wilhelm Busch bis zu Marie Marcks sind in dieser Ausstellung in den Sammlungsräumen des Museums zu sehen.

„Altwerden ist nichts für Feiglinge“ sagt der Volksmund. Neben den Beschwerden machen auch Spott und Humor vor dem Alter nicht Halt: Ob es das verzweifelte Bemühen ist, die Spuren des Lebens zu übertünchen, oder der Versuch, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen – Karikaturisten haben dazu seit jeher gern einen satirischen Kommentar abgegeben.

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“Some corner of a foreign field that is for ever England …” – Ronald Searle

Ob Ronald Searle (1920–2011), der mit “Some corner of a foreign field that is for ever England … “ aus dem Jahr 1981 einen gnadenlosen Blick auf eine Dame beim Umkleiden wirft, Tomi Ungerer, der mit „Die Schönste im ganzen Land“ (1963) die abnehmende körperliche Ästhetik ins Visier nimmt oder Ernst Kahl, der mit „Schluss jetzt“ gleichsam den Tod selbst zum Quiz ins Krankenbett setzt – und damit den Namen der Ausstellung inspirierte: Alle ausgestellten Werke der Künstler von Francisco de Goya über Wilhelm Busch bis zu Marie Marcks sind schonungslos, bissig und nichts für schwache Nerven.

Die Lust am Spott, an der Satire gibt es zwar seit Menschengedenken. Doch als Kunstform ist die Karikatur weitaus jüngeren Datums. Ihre Entstehung verdankt sie – salopp gesagt – der Unlust italienischer Künstler der Renaissance, insbesondere Bologneser Zeichner, immer nur am Idelaschönen orientiert zu arbeiten. Wie erholsam war es doch, sich der Künstlerlaune hinzugeben und einmal die negative Abweichung von der vorgegebenen Norm zu zeichnen, mit Scherz und Ironie also die vollkommene Hässlichkeit zu formen.

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Schluss jetzt! – Toni Ungerer

Zugleich bietet die Gattung die Möglichkeit, die komplexe Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft zu hinterfragen, Tabus aufzuzeigen und Schranken zu durchbrechen. Karikatur ist zeichnerische Verdichtung und epische Erzählung zugleich – dafür können – wie die Auswahl in der Ausstellung zeigt – wenige Striche genügen.

„Schluss jetzt! Das Alter im Spiegel der Karikatur“ ist eine Partnerausstellung zu der Ausstellung „Silberglanz. Von der Kunst des Alters“ im Landesmuseum Hannover. Mit Vorzeigen des Tickets des einen Hauses erhalten Besucher im anderen Haus Rabatt.


Wilhelm Busch Museum
Georgengarten
30167 Hannover

www.karikatur-museum.de


ÖFFNUNGSZEITEN:                                 

  • Dienstag-Sonntag und Feiertage: 11 bis 18 Uhr
  • 24. und 31.12.2017: geschlossen

Eintritt: Einzelkarte 6,00 €, Ermäßigt 4,00 €, Familienkarte 14,00 €
Bei Vorlage des Tickets aus dem Landesmuseum erhalten Besucher Rabatt.


 

Patricia Kuwaczka
Patricia Kuwaczka

Als gebürtige Hannoveranerin liebe ich es, meine Stadt immer wieder aufs Neue zu entdecken und aus verschiedenen Perspektiven kennen zu lernen. Ich studiere Marketing & Kommunikation – ein Blog wie „STYLE Hannover“ ist für mich die perfekte Plattform, um meine Erfahrungen mit anderen zu teilen, neue Leute zu treffen und täglich etwas Bemerkenswertes über Hannover zu erfahren.

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