Goethe Exil – Are you still – bis zum 21. November 2021

Die Ausstellung ,,Are you still“ findet im Goethe Exil vom 15. Oktober bis zum 21. November statt.

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Die Ateliergemeinschaft Goethe Exil zeigt in der Ausstellung „Are you still“ 11 fotografische Arbeiten, die im Zeitraum der COVID-19-Pandemie entstanden sind, neu fotografiert wurden oder aus der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Archivmaterial entwickelt wurden.

Social Distancing, fehlende Bewegungsfreiheiten, restriktive Sicherheitsvorschriften, Stillstand und Ausnahmezustand – Covid-19 hat unser gesellschaftliches Zusammenleben disruptiv und nachhaltig verändert. Unsicherheit bestimmt eine neue Normalität.

„Are you still“ fragen 11 junge Dokumentarfotograf*innen aus Hannover und zeigen in einer dreiteiligen Ausstellungsreihe, wie sich ihr eigenes Leben und ihr fotografisches Schaffen seit Beginn der Pandemie verändert haben, welche Sujets ihnen wichtig sind und welche alternativen Arbeitsweisen sie erprobt haben.

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Der Rückzug ins Private, familiäre Narrationen, Sinnsuche und Identität, Erinnerungen und die Sehnsucht nach Intimität und Liebe sind zentrale Motive im ersten Teil der Ausstellung. Auch werden die neuen gesellschaftlichen Realitäten der Pandemie in surreal anmutenden Szenerien gezeigt. Ein zweiter Ausstellungsblock umfasst Arbeiten, die nach fundamentalen Werten menschlichen Zusammenlebens fragen, und Positionen, die sich mit dem dualistischen Verhältnis von Natur und Mensch auseinandersetzen. Beendet wird die Ausstellungsreihe mit den Arbeiten von Fotograf*innen, die ihren Blick auf globale Ungleichheiten, Ausgrenzung und prekäre Arbeitsbedingungen richten und damit Problematiken aufzeigen, die sich im Kontext der Pandemie zunehmend verschärfen.

Die ausstellenden Fotograf*innen arbeiten in der Regel international und primär an fotografischen Langzeitprojekten. Sie sind mit renommierten Foto- und Kunstpreisen ausgezeichnet. In der Ausstellungsreihe „Are you still“ bedienen sie sich verschiedener fotografischer Genres, kombinieren Portrait- und Landschaftsfotografie, Reportagen und Dokumentarfotografie; sie arbeiten mit Videoinstallationen, historischen Bildern und dem eigenen Archivmaterial.

Die Ausstellung wird im Rahmen des Kulturförderprogrammes „Niedersachsen dreht auf“ gefördert.

HERE // Vernissage 15. Oktober 2021 / 18 – 21 Uhr // Ausstellung 16./17. Oktober und 23./24. Oktober 2021 / 12 – 18 Uhr // Anna-Kristina Bauer, Rafael Heygster, Malte Radtki, Mario Wezel

BETWEEN // Vernissage 29. Oktober 2021 / 18 – 21 Uhr // Ausstellung 30./31. Oktober und 06./07. November 2021 / 12 – 18 Uhr // Jan Richard Heinicke, Malte Uchtmann, Roman Pawlowski

THERE // Vernissage 12. November 2021 / 18 – 21 Uhr // Ausstellung 13./14. November und 20./21. November 2021 / 12 – 18 Uhr // Andreas Graf, Michael Heck, Moritz Küstner, Kai Löffelbein

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KÜNSTLER*INNEN

Anna-Kristina Bauer beschäftigt sich in ihren Bildern mit dem Suchen und Finden der eigenen Identität und dem Schwebezustand zwischen jugendlichem Leichtsinn und verantwortungsfordernder Realität des Erwachsenseins. 2016 gewann sie zum zweiten Mal den Canon Profi-foto Förderpreis und 2012 den Grimme Online Award für “berlinfolgen”.

Andreas Graf setzt sich in seinen freien Arbeiten mit sozial-dokumentarischen Themen aus-einander und bewegt sich in Mikrokosmen der deutschen Gesellschaft. 1986 in Kirchheimbolanden geboren, studiert er nach seinem Abitur zuerst Biophysik und begann 2010 mit dem Fotografiestudium in Hannover. Im praktischen Semester arbeitete er bei der Multimediaagentur 2470media an dem Projekt Berlinfolgen und ist seitdem nicht nur als Fotograf, sondern auch als Filmer und Cutter tätig.

Michael Heck: I take pictures and videos of anything. I like documentaries, portraits and humans. I fly drones and drive cars and motorcycles. I’m 32 years old.

Jan Richard Heinicke wurde 1991 im Ruhrgebiet geboren. Nach einer deutsch-französischen Schulausbildung studierte er für fünf Jahre an der Technischen Universität Dortmund Stadt- und Regionalplanung. Das Studium ermöglichte ihm Zeit im Ausland zu verbringen, neben Projekten in Kambodscha und Vietnam studierte er auch für längere Zeit in Paris. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums ging er für mehrere Monate nach Südamerika. Während dieser Zeit bestärkte die fotografische Auseinandersetzung mit seinem Umfeld seinen Wunsch Fotojournalismus zu studieren. Seit 2015 tut er dies an der Hochschule Hannover. Sein Arbeitsschwerpunkt sind Themen rund um die Landwirtschaft, Urbanität und neue Technologien. Besonders fasziniert ihn dabei der ewige Konflikt zwischen Mensch und Natur und die stetige Neuabwägung zwischen den Rechten der Natur und denen der Men-schen.

Rafael Heygster (*1990 in Bremen) studierte von 2010 bis 2015 Kulturanthropologie in Hamburg sowie seit 2015 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie in Hannover und Aarhus. Seine fotografischen Langzeitprojekte setzten sich mit dem Verhältnis von Individuen und ihrem sozialen, politischen und kulturellen Umfeld auseinander. „I died 22 Times“ zeigt und hinterfragt wie Kriege außerhalb realer Schlachtfelder als konsumierbares Ereignis inszeniert werden. In „Corona Rhapsody“, untersucht Heygster gemeinsam mit Helena Manhartsberger wie das Spannungsfeld zwischen Infrastrukturmaßnahmen und Alltag Momente von surrealistischer Anmutung erzeugt. Heygsters Arbeiten wurden international ausgestellt und ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 2019 den Otto Steinert Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie und wurde von “World Press” als 6×6 Global Talent Europe ausgezeichnet.

Moritz Küstner ist 1989 in Erfurt geboren und verbrachte ein Jahr seines Studiums in Aarhus, Dänemark, an der renommierten Danish School of Media and Journalism. Seine Arbeiten wurden ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendfotopreis, dem College Photographer of the Year und waren unter anderem für den Sony World Photography Award nominiert. 2018 bekam er durch das Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung die Möglichkeit weiter an seiner Bachelorabschluss „Silence is the Sound of Fear“ zu arbeiten.

Kai Löffelbein (*1981 in Siegen) studierte Politikwissenschaft in Berlin und später Dokumentarfotografie in Hannover. Er arbeitet bevorzugt an eigeninitiierten fotografischen Langzeitprojekten. Für seine Arbeiten ist er immer wieder in Afrika und Asien unterwegs. Zentrale Themen seiner fotografischen Arbeit sind die sozio-ökonomischen Globalisierungsprozesse des 21. Jahrhunderts. Sein besonderes Interesse gilt dabei vor allem der visuellen Auseinandersetzung mit globalen Produktions- und Wertschöpfungsketten und der Frage welche Position der Mensch innerhalb dieser einnimmt. Seine Arbeit wird in Deutschland von der Galerie ‘Feldbusch Wiesner Rudolph’ in Berlin vertreten. 2018 erschien sein erstes Buch ‘Ctrl-X, a topography of e-waste’ im Steidl Verlag.

Roman Pawlowski fotografiert Menschen. Manchmal ihre Körper, oft ihr Gesicht. Ihre Geschichte interessiert ihn, Schönheit interessiert ihn nicht.

Malte Radtki studierte Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und der Goethe Universität Frankfurt. Das Studium des Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover hat er 2015 aufgenommen und widmet sich dort der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung mit dem Dokumentarischen in der Fotografie. Als Teil der Fotografengemeinschaft Goethe Exil in Hannover organisiert und beteiligt er sich an Ausstellungsprojekten, Podiumsdiskussionen und Publikationen im Bereich Fotografie.

Malte Uchtmann (*1996 in Hamburg) ist Fotograf und Visueller Künstler mit Sitz in Hannover. In seinen Arbeiten nutzt er die Fotografie als Mittel zur Reflexion der Strukturen unserer Gesellschaft und ihren Einflüssen auf unser Leben. Neben seiner Arbeit an sozio-politischen Langzeitprojekten arbeitet er im Rahmen von redaktionellen und kommerziellen Aufträgen. Er studiert Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover. 2018/19 hat er ein Erasmus-Semester an der Royal Academy of Art the Hague (KABK) absolviert. Seine Arbeiten wurden unter anderem auf der Triennale der Fotografie Hamburg und dem Lumix Festival für Jungen Bildjournalismus sowie dem KUK Monschau ausgestellt. Sie wurde in verschiedenen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht. Sein Projekt “ANKOMMEN – Über die Architektur von Flüchtlingsunterkünften” wurde mit dem BFF-Förderpreis gefördert. In seiner laufenden Arbeit beschäftigt er sich mit dem Versuch der Menschheit, dem Sein einen Sinn zu geben.

Mario Wezel (*1988 in Nürtingen) studierte in Hannover und Aarhus Fotojournalismus und Dokumentarfotografie und absolvierte Hospitanzen in Nürtingen, Bremen und Washington D.C. Von der University of Missouri wurde er während seines Studiums zum weltbesten Studenten der Fotografie gekürt und ist Preisträger des renommierten Sony World Photography Awards sowie des VGH Fotopreises. Wezel ist Mitgründer des deutsch-dänischen Fotografenkollektivs „MINT“ und der Hannoveraner Ateliergemeinschaft „Goethe Exil“, an der HS Hannover ist er als Dozent tätig. Seine aktuelle Arbeit „Vom Ende der Unsterblichkeit“ befasst sich mit dem Vater werden und den damit verwobenen Themen von Liebe, Heimat, Beziehung und Prägung. Bilder aus dem ersten Lebensjahr seiner Tochter werden durch Tagebuchtexte ergänzt, und bilden damit ein persönliches Dokument dieser universellen Zeit. Seine Arbeiten wurden bisher auf Fotofestivals, in Museen und Galerien in Deutsch-land, Frankreich, Italien, den Niederlanden, England und den USA ausgestellt.

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AUSSTELLUNGSORT

Labor, Plattform, kreative Denkfabrik. 2016 als Künstler*innenatelier gegründet, arbeiten in den Büro- und Atelierräumen des Goethe Exils junge Dokumentarfotograf*innen aus Hannover an der Umsetzung ihrer visuellen Ideen. Darüber hinaus finden in der – an die Atelierräume angeschlossenen, 250 qm großen – (Ausstellungs-)Halle einer alten Schilderfabrik regelmäßig zeitgenössische Kunst- und Kulturveranstaltungen und eine Vielzahl von fotografischen Projekten statt. Durch Werkshows, audiovisuelle Screenings, Performances, Konzerte, Künstler*innengespräche, Lesungen und Diskussionsrunden haben die Mitglieder des Goethe Exils einen sozialen und physischen Raum geschaffen, der versucht einen nachhaltigen und authentischen Dialog zwischen Kulturschaffenden, Künstler*innen sowie engagierten Menschen zu ermöglichen und sich somit als ein wichtiger Bezugspunkt für Fotografie in Hannover etabliert hat. Das Goethe Exil nimmt regelmäßig am ZINNOBER-Kunstfest sowie am Lumix Festival für jungen Bildjournalismus teil und führt zahlreiche Kooperationsprojekte mit der HS Hannover durch. Es ist Herausgeber des Zeitungsprojektes BUTJER und bietet ein junges und zeitgenössisches Kulturangebot.
In kreativen Kollaborationen mit befreundeten Initiativen aus einem stetig wachsenden Netzwerk, entstehen neue Präsentationsformen und ein interdisziplinäreres Verständnis von Kunst und Fotografie.


GoetheExil
Goetheplatz 3a
30169 Hannover

www.goethe-exil.de


 

Urbanisten der FHM

Kooperations-Partner: Die private FACHHOCHSCHULE des MITTELSTANDS (FHM) in Hannover bietet unter anderem den Studiengang „Medienkommunikation- & Journalismus“ – praxisnah und kompetent. Im Rahmen des Studiums werden Praktika absolviert und so waren auch einige Urbanisten der FHM an der Entstehung von STYLE Hannover beteiligt – und werden es hoffentlich auch zukünftig sein.

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