Wilhelm Busch Museum: „Ach was“ – Loriot Ausstellung in Hannover

01.07.2026 – 14.03.2027bekommen wir „mehr Lametta!“

Die Loriot Ausstellung “Ach was” nimmt dich im 103. Geburtsjahr von Loriot mit auf eine Reise durch Leben und Werk eines Künstlers, der den deutschen Humor geprägt hat wie kaum ein anderer – hochkomisch und zugleich tiefsinnig. Und falls du gerade denkst: „Ja gut, Loriot kenne ich doch“ – dann ist das hier vermutlich genau die Art von Ausstellung, die dir zeigt, wie viel mehr da noch drinsteckt.

Du kennst diesen Moment: Jemand sagt etwas völlig Harmloses – und plötzlich kippt die Stimmung, weil ein Wort zu viel im Raum steht. Ein Satz, der hängen bleibt. Eine kleine, feine Eskalation, die man im echten Leben vielleicht peinlich findet – aber bei Loriot einfach nur großartig ist. Genau in diese Zwischenräume zielt die neue Ausstellung in Hannover: „Ach was. 103 Jahre Loriot“.

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“Ach was” eine Ausstellung, die dich fröhlich durch Loriots Universum schubst

„Die Ente bleibt draußen!, aber der Spaß muss rein.“ Und genauso klingt auch das Versprechen der Ausstellung: Du sollst dich fröhlich treiben lassen – zwischen „mit Gefühl gekochten Eiern“ und „piefigen Pärchen“, zwischen Familien- und Alltagsdramen, die so klein wirken und sich dann doch anfühlen wie die große Oper.

Es geht um diese typischen Loriot-Situationen: Missverständnisse, gesellschaftliche Rituale, überkorrekte Höflichkeit, die in absurden Dialogen endet. Und um Figuren, bei denen man sich ertappt fühlt oder denkt: „Das kenne ich.”

MUSEUM Wilhelm BUSCH Loriot Das Fruhstucksei 1977 c Studio Loriot Frankfur - Wilhelm Busch Museum: „Ach was“ - Loriot Ausstellung in Hannover
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Loriot-Ausstellung: „Die Ente bleibt draußen!“ – aber der Spaß muss rein

Die Ausstellung spielt ausdrücklich mit Loriots berühmten Motiven und Zitaten. Du triffst auf eine Welt, in der ein Frühstücksei zur Frage von Charakter und Erziehung werden kann, in der ein „Zimmer zu wenig“ plötzlich zu einem Lebensproblem wird – und in der, ja, eine Nudel sehr viel mehr Bedeutung bekommt, als man einer Nudel jemals geben wollte.

Dabei geht es nicht nur um Pointen. Loriot schaut lustvoll schonungslos auf „die Deutschen“ und zeigt, „wie gut es tut, über sich selbst zu lachen“. Das ist ein schöner Gedanke, gerade wenn der Alltag eher „durchtakten und funktionieren“ heißt: Humor als kleiner Reset-Knopf, der nicht verharmlost, sondern entkrampft, das findet man im Wilhelm-Busch-Museum ja fast immer.

MUSEUM Wilhelm BUSCH Loriot Feiner speisen mit Poppe 1 1964 c Studio Lorio - Wilhelm Busch Museum: „Ach was“ - Loriot Ausstellung in Hannover
Foto@MUSEUM_Wilhelm_BUSCH_Loriot_Feiner_speisen_mit_Poppe_1_1964_c_Studio_Loriot

Vom Frühstücksei bis zur Nudel: Loriots Pointen sind Präzisionsarbeit

Was in Loriots Sketchen und Zeichnungen so leicht wirkt, ist oft extrem genau gebaut. Ein Blick, eine Pause, ein falscher Ton – und die ganze Szene kippt. Genau deshalb funktioniert Loriot bis heute: Die Komik entsteht nicht aus Klamauk, sondern aus Beobachtung und aus der Kunst, Übertreibung so zu dosieren, dass sie sich immer noch erschreckend echt anfühlt.

Die Ausstellung zeigt bekannte und unbekannte Werke sowie Zeichnungen, Objekte, Plakate, Fotos und Filmausschnitte aus dem facettenreichen Schaffen dieses „Spaßperfektionisten“. Kurz: Es wird nicht nur gelesen oder geschaut – es wird im besten Sinne „durch Loriot gegangen“.

MUSEUM Wilhelm BUSCH Loriot Ohne Titel  ohne Jahr c Studio Loriot Frankfur - Wilhelm Busch Museum: „Ach was“ - Loriot Ausstellung in Hannover
Foto@MUSEUM_Wilhelm_BUSCH_Loriot_Ohne_Titel__ohne_Jahr_c_Studio_Loriot_Frankfurt

Loriot – Vicco von Bülow (1923–2011) der Macher

Loriot war das Künstlerpseudonym von Vicco von Bülow (1923–2011), einem der einflussreichsten deutschen Humoristen. Er arbeitete unter anderem als Cartoonist, Autor, Schauspieler, Regisseur und Sprecher und wurde besonders durch seine Fernsehsketche und die Fähigkeit bekannt, Alltagskommunikation und gesellschaftliche Regeln so präzise zu beobachten, dass daraus zeitlose Komik entsteht. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die TV-Sketche rund um bürgerliche Missverständnisse sowie seine beiden Kinofilme „Ödipussi“ (1988) und „Pappa ante portas“ (1991).

MUSEUM Wilhelm BUSCH Loriot Loriot mit Mops o. J. c Studio Loriot Frankfur 1 - Wilhelm Busch Museum: „Ach was“ - Loriot Ausstellung in Hannover
Foto@MUSEUM_Wilhelm_BUSCH_Loriot_Loriot_mit_Mops_o._J._c_Studio_Loriot_Frankfur

Kooperation & Konzept: Caricatura Museum Frankfurt als Partner

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Caricatura Museum Frankfurt. Konzipiert und kuratiert wurde sie von Till Kaposty-Bliss und Thomas Kronenberg. Diese Kooperation ist ein guter Hinweis darauf, dass hier nicht einfach „Best of Loriot“ an die Wand gehängt wird, sondern eine kuratierte Erzählung entsteht – mit Blick auf Werk, Entwicklung, Themen und auf die vielen Formen, in denen Loriot gearbeitet hat.


WILLHELM BUSCH MUSEUM

Adresse:  Georgengarten 1, 30167 Nord

Website: www.karikatur-museum.de

Telefon: 0511 16999911


ÖFFNUNGSZEITEN:

Ausstellung: Vom 02.07.2026 – 14.03.2027

Dienstag – Sonntag: 11 bis 17 Uhr


 

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Ina

Ich komme aus Berlin, lebte in New York und Paris und landete der Liebe wegen in Hannover. Anfangs schien mir Hannover klein und langweilig – vielleicht sogar etwas dröge. Nach 25 Jahren weiß ich: Hannover ist eine Stadt voller Lebensqualität und Vielfalt! Und darüber wollen wir berichten, auf unserem Hannover-Blog „STYLE Hannover“. GROSSARTIG, dass sich begeisterte Mitwirkende fanden!